heimat bist du dummer söhne…?!

…unsere hymne wird wohl bald umgeschrieben werden, denn:

es wird mal wieder schindluder mit der bildung betrieben- diesmal unter dem deckmantel des föderalismus. jetzt wo es um die hochschulen mal wieder ein wenig ruhiger ist, geht es erneut den pflichtschulen an den kragen. unterrichtsministerin claudia schmied will den scherbenhaufen an kompetenzen in der schulverwaltung bündeln. die schule soll bundessache werden und nicht wie bisher teilweise von den ländern koordiniert, aber doch vom bund bezahlt werden; teilweise in bundeskompetenz liegen… dann gibt’s da noch die landwirtschaftsschulen, die eine eigene regelung haben… und so weiter. das gewirr von regelungskompetenzen soll aufgelöst und neu geordnet werden. dass es da einige einsparungsmöglichkeiten gibt, ist ein schöner nebeneffekt…könnte man denken.

aber die bundesregierung sieht das nicht ganz so wie frau ministerin schmied und fällt ihr erneut in den rücken. wo kämen wir denn auch hin, wenn die aufgeblähten verwaltungsapparate der länder schrumpfen würden und nicht mehr so viel platz für postenschacherei wäre?! die landeshauptleute, allen voran der vater niederösterreichs- erwin pröll- fürchten sich kompetenzen einzubüßen. anstatt die kompetenzverteilung neu zu überdenken und sinnvoll zu nutzen, kommt es jedesmal wenn an landeskompetenzen gesägt wird, zum erbitterten streit. warum kann man nicht überlegen was in händen der länder sinnvoll geregelt werden kann ohne dabei denn sinn für die realität zu verlieren?! herr pröll und sein kollege platter fordern ja die schulen gleich zur gänze den ländern zu überlassen. sehr sinnvoll, ja: da haben wir dann sechsjährige volksschulen in der steiermark, vierjährige in niederösterreich und gesamtschulen in tirol. das ist doch mal zukunftsträchtig…

ich weiß nicht was es für die österreichische politik so reizvoll macht, so im bildungssektor herumzuwüten. die tatsache, dass sich ungebildete menschen leichter regieren lassen?! ICH WEISS ES NICHT… jedem/r politiker/in müsste es doch ein anliegen sein die menschen im land zu fördern, nicht zuletzt weil eine fundierte ausbildung der bürgerinnen und bürger dem staat am ende wieder zugute kommt. bildung ist gerade für österreich von großer bedeutung. unser know-how ist immerhin das einzige exportmittel, dass die republik im internationalen vergleich überhaupt anzubieten hat und wettbewerbsfähig macht. doch anstatt sich ernsthaft mit dem thema bildung zu beschäftigen, wird nur politischer kuhhandel betrieben und die zukunft der bildung (auf sämtlichen ebenen) zu parteipolitischen zwecken instrumentalisiert.

das komakind sagt: schluss mit kaputt sparen und zerwalten!!! gute voraussetzungen für eine fundierte bildung gestalten!!!

”im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”

die grünen zittern um das burgenland…

…zu recht

und wieder ist es so weit: eine wahl ist geschlagen, sämtliche theoretisch wählbaren parteien fahren verluste ein, die fpö legt stark zu. die grünen zittern sogar um den einzug in den landtag und können nur- wie immer- auf die wahlkarten hoffen.

unverständlich ist, warum es die ökos nicht schaffen ihre inhalte zu transportieren. dieses problem schleppt die partei jetzt schon seit der nationalratswahl 2008 mit sich herum. seitdem wird von umstrukturierung und neubeginn gesprochen, seitdem ist nichts passiert. zwar wurde die spitze ausgetauscht, ansonsten aber nur intern gestritten. dabei wäre es doch gerade im burgenland vergleichsweise einfach. mit christiane brunner, die sich durch ihr engagement in der bürgerInneninitiative gegen die müllverbrennungsanlage heiligenkreuz bis in den nationalrat gekämpft hat und maßgeblich an der entwicklung  der energieautarken stadt güssing beteiligt war, hätte man beispielsweise ein tatkräftiges ‘zugpferd’ gehabt. da wurden wirklich erfolge verbucht, aber leider totgeschwiegen. anstatt akzente zu setzen, wurde mit einem farblosen spitzenkandidaten ein verwaschender wahlkampf geführt. über das ergebnis wundern dürfen sich die grünen also nicht.

bleibt zu hoffen, dass die erleichterung über die rettenden wahlkarten nicht wieder eine umfassende diskussion mit ansatzweiser problembehebung (die jetzt wirklich unumgänglich ist, liebe grüne) im keim ersticken lässt.

“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”

‘eliteunis braucht das land!!!’…

selektionsministerin karl holt wieder zum rundumschlag gegen eine faire hochschulpolitik aus:

die momentanen ‘knock-out’ prüfungen sind unzumutbar und intransparent. an sich richtig. bei einer veranstaltung zum thema “Zwischen Humboldt und Hochtechnologie – Hochschulen im internationalen Wettbewerb” sprach sich beatrix karl deshalb mal wieder für qualitative zugangsbeschränkungen aus. ein aufnahmeverfahren, welches die ‘allgemeine studierfähigkeit’ (schöööner begriff) und konkretes zum angepeilten studium beinhaltet, soll die massenstudien entlasten. bei einer etwaigen verdrängung, wenn studierende dann also auf andere studienrichtungen ausweichen, könnte man ein solches verfahren dann ja gleich auf alle studien ausweiten- wenn’s sein muss. trixi ist da recht offen. wo kämen wir denn da auch hin, wenn jede/r studieren kann was er/sie will. am ende sprengt das die rahmenbedingungen der klassengesellschaft. schrecklich!!!! da hat man als ministerIn ja fast keine andere möglichkeit als unfaire methoden noch unfairer zu machen.

am besten, wir schließen studien wie philosophie, germanistik, etc. und pulvern die finanziellen mittel dafür in wirtschaftstaugliche studien. studieren dürfen natürlich nur akademikerInnenkinder, die entsprechend wohlhabend sind.

…für die wirtschaft!!!

“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”

da schwingt sie wieder…

…die populismuskeule

pünktlich zum wahlkampf holen strache- welche überraschung- aber auch niessl zum rundumschlag gegen die sachlichkeit aus. niessl will den arbeitsmarkt für für bürger anderer EU-staaten dicht machen und den ineffizienten assistenzeinsatz des heeres fortführen. das an sich ist schon sinnfrei, sachlich gesehen. aber das tun wir in österreich ja nicht. anstatt politik zu machen (ich spreche gar nicht mehr von ‘guter’ oder ‘konstruktiver’ politik, das hab ich aufgegeben), werden themen, wie sicherheit oder der arbeitsmarkt durch nichts weiter als polemische sager in verbindung mit ein bisschen fremdenfeindlichkeit eingenommen. dadurch kann keine partei in diese themenbereiche eindringen, ohne entsprechend zu kontern. so schließt sich der kreis u irgendwann ist nicht mehr ersichtlich ob das plakat vom faulen griechen, der sich in seiner hängematte über ‘unser geld’ freut für fpö oder spö wirbt…

!!!…FÜR ideologische differenzierungen und klare parteilinien…!!!

!!!…GEGEN populistische verwaschungen der politik…!!!!!


“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”

“jetzt wird wieder in die hände gespuckt”…

…wir behandeln arbeitslose wie ein wegwerfprodukt

sozial-und arbeitsminister hundstorfer will beim ams-budget knapp 100 millionen euro einsparen. besonders durch kürzungen im schulungsangebot sollen die kosten reduziert werden.

momentan besuchen rund 70.000 personen ams-schulungen. diese werden nun evaluiert und in zukunft ‘effizienter’ gestaltet. so soll zB vermieden werden, dass kurse wie ‘wie bewerbe ich mich richtig’ mehrmals besucht werden. dass die arbeitslosenzahl dadurch steigt, glaubt hundstorfer nicht. im gegenteil: in den letzten monaten sind die arbeitslosenzahlen in einigen bundesländern zurückgegangen, was der minister als entspannungssignal sieht. ganz wesentlich im kampf gegen die arbeitslosigkeit sei nach wie vor die qualifizierung. rund 40% der arbeitssuchenden haben lediglich einen pflichtschulabschluss, was nachqualifizierungen -wie AMS-KURSE (!!!!!)- beinahe unumgänglich macht.

g’scheit, wenn man die jetzt kürzt… ganz g’scheit… mmhhmmm… definitiv g’scheit…

“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”

quelle: derstandard.at

radikale lösungen gegen homosexuelle netzwerke und ein leben im einklang mit den weisungen des herrn…

…die kirche wie immer am puls der zeit

wieder einmal zeichnet sich ein mitglied des klerus durch aussagen der extraklasse aus: diözesanbischof küng sieht die kirche durch ‘interne homosexuelle netzwerke’ bedroht. diese netzwerke bedrohen die existenz von klöstern und priesterseminaren, da sie einen ‘bestimmten typus mensch’ anziehen und anderen wiederum abstoßen, was speziell für die seelsorge nachteilig ist.

zwar sieht der st.pöltener diözensanbischof keinen direkten zusammenhang zwischen pädophilie und homosexualität, lehnt die aufnahme von gleichgeschlechtlich orientierten personen ins priesterseminar aber strikt ab. um sicherzugehen, muss jeder einzelne eingängig überprüft werden. weiters spricht sich küng dezitiert gegen die abkehr des zölibates aus. diese stelle nämlich eine verwässerung der liebe zu gott dar. dafür wiederum ist die sich verbreitende’ erotisierung’, die von der gesellschaft in die kirche schwappt, verantwortlich.

außerdem ist die linie der kirche zu wiederverheirateten geschiedenen, lauf küng, wichtig und richtig. diese dürfen ja keine kommunion empfangen, weil ein zusammenleben mit einer anderen, als die von der kirche angetrauten person, den weisungen des herrn widerstrebt. küng, weltoffen wie kaum eine/r, sieht schon ein, dass wieder beziehungen eingegangen werden, diese sollen aber rein platonisch sein.

gott liebt uns alle… bis auf diese  schwulen und lesben und geschiedenen und liebenden und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und …

“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”

quelle: kurier.at