“was stört es die slowenische eiche,…
04. Sep
…wenn sich die deutsche sau an ihr reibt?”
dieser satz stammt nicht aus meiner feder, sondern wurde als kommentar von einem user auf derstandard.at gepostet und bezieht sich auf einen artikel zur ortstafelfrage in kärnten (nachzulesen hier: derstandard.at)… und hat – bei aller polemik u fragwürdiger politischer korrektness- doch etwas wahres.
laut artikel warf uwe scheuch dem slowenischen präsidenten danilo türk vor, in die volksgruppenfrage zu zündeln, nachdem dieser sich kritisch zur kärntner ortstafelfarce geäußert hatte.
wie kommt der chef der partei, die seit jahren den gesetze ignoriert, sich mit miesen tricks und spielereien dagegen wehrt verfassungskonforme, zweisprachige ortstafeln aufzustellen und so minderheiten diskreditiert und vorführt, auf die idee jemanden, der sich gegen dieses menschenverachtende kasperltheater ausspricht, zu attackieren?
losgelöst von der tatsache, dass uwe scheuch, samt partei, in all seinen worten und taten jenseitig ist, gibt mir die sache doch zu denken,
tritt dieses phänomen in österreich doch häufiger auf. regionalpolitiker, die angst haben ihre armseligen spielchen nicht mehr spielen zu können und somit an ‘macht’ verlieren, hetzen gegen ihnen überstellte institutionen oder generell höhere positionen. die frage ist, was bringt das? versprechen sich scheuch und wie sie alle heißen davon wähler_innenstimmen? glauben sie durch hetzerischen lokalpatriotismus mehr kreuzerl am stimmzettel zu bekommen?
es muss fast so sein. fraglich ist nur, ob die bürgerinnen und bürger wirklich darauf anspringen, der ob sie sich auf dauer nicht doch auch ein wenig inhaltliches auf regionaler ebene wünschen. gemeinde-, bezirks- und länderlisten werden nicht überleben, wenn ihr einziger programmpunkt ist, den bund und andere instituitionen anzupatzen und für die regionalpolitische stagnationen verantwortlich zu machen (‘weil der bund kein geld hergibt’ usw.). irgendwann müssen die dortigen politiker_innen einfach in die gänge kommen und wirklich inhaltliche schwerpunkte setzen. sicher können sie mit dem bund kräftig mitschneiden und sich da so einiges auf ihre kappe schreiben- eine zeit lang. aber gerade in der regionalpolitik kommen die wählerinnen und wähler schnell dahinter, wer denn wirklich bemüht ist und wer sich eben entweder mit bundesfedern schmückt oder eben nur anpatzerei auf niedrigstem niveau betreibt… die eiche interessiert das sicher wenig, aber die sau reibt sich irgendwann wund.
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”
heimat bist du dummer söhne…?!
24. Aug
…unsere hymne wird wohl bald umgeschrieben werden, denn:
es wird mal wieder schindluder mit der bildung betrieben- diesmal unter dem deckmantel des föderalismus. jetzt wo es um die hochschulen mal wieder ein wenig ruhiger ist, geht es erneut den pflichtschulen an den kragen. unterrichtsministerin claudia schmied will den scherbenhaufen an kompetenzen in der schulverwaltung bündeln. die schule soll bundessache werden und nicht wie bisher teilweise von den ländern koordiniert, aber doch vom bund bezahlt werden; teilweise in bundeskompetenz liegen… dann gibt’s da noch die landwirtschaftsschulen, die eine eigene regelung haben… und so weiter. das gewirr von regelungskompetenzen soll aufgelöst und neu geordnet werden. dass es da einige einsparungsmöglichkeiten gibt, ist ein schöner nebeneffekt…könnte man denken.
aber die bundesregierung sieht das nicht ganz so wie frau ministerin schmied und fällt ihr erneut in den rücken. wo kämen wir denn auch hin, wenn die aufgeblähten verwaltungsapparate der länder schrumpfen würden und nicht mehr so viel platz für postenschacherei wäre?! die landeshauptleute, allen voran der vater niederösterreichs- erwin pröll- fürchten sich kompetenzen einzubüßen. anstatt die kompetenzverteilung neu zu überdenken und sinnvoll zu nutzen, kommt es jedesmal wenn an landeskompetenzen gesägt wird, zum erbitterten streit. warum kann man nicht überlegen was in händen der länder sinnvoll geregelt werden kann ohne dabei denn sinn für die realität zu verlieren?! herr pröll und sein kollege platter fordern ja die schulen gleich zur gänze den ländern zu überlassen. sehr sinnvoll, ja: da haben wir dann sechsjährige volksschulen in der steiermark, vierjährige in niederösterreich und gesamtschulen in tirol. das ist doch mal zukunftsträchtig…
ich weiß nicht was es für die österreichische politik so reizvoll macht, so im bildungssektor herumzuwüten. die tatsache, dass sich ungebildete menschen leichter regieren lassen?! ICH WEISS ES NICHT… jedem/r politiker/in müsste es doch ein anliegen sein die menschen im land zu fördern, nicht zuletzt weil eine fundierte ausbildung der bürgerinnen und bürger dem staat am ende wieder zugute kommt. bildung ist gerade für österreich von großer bedeutung. unser know-how ist immerhin das einzige exportmittel, dass die republik im internationalen vergleich überhaupt anzubieten hat und wettbewerbsfähig macht. doch anstatt sich ernsthaft mit dem thema bildung zu beschäftigen, wird nur politischer kuhhandel betrieben und die zukunft der bildung (auf sämtlichen ebenen) zu parteipolitischen zwecken instrumentalisiert.
das komakind sagt: schluss mit kaputt sparen und zerwalten!!! gute voraussetzungen für eine fundierte bildung gestalten!!!
”im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”
sozialdarwinismus…
13. Aug
…in grün
die hochgelobte basisdemokratie der grünen, das mitbestimmungsrecht der breiten masse, ‘basiswapplerei’…. klingt toll.
aaaaber: was als bewegung begann, ist zu DER partei mit den verkapptesten strukturen überhaupt in österreichs politiklandschaft verkommen. alle anderen parteien oder bündnisse basieren strukturell auf hierachien, die durch ein demokratisches regelwerk legitimiert sind. die grünen haben zwar auch immer wieder wahlen um posten zu besetzen, aber die struktur drum herum fehlt einfach. so kommt es, dass sich eine hierachei nach darwin herauskristallisiert. survival of the fittest heute mal in grün: wer sich a. durchsetzen oder b. an die, die sich durchgesetzt haben, anpassen kann, kommt zum zug und somit an die macht. es gibt zwar die möglichkeit diese person(en) dann abzuwählen, aber dann werden sie nur in den hintergrund gedrängt und ziehen eben von dort aus die fäden. dann machen sie trotzdem was sie wollen, sind aber nicht mehr greifbar… geht von einem amt keine eindeutig definierte kompetenz hervor, kommt es eben darauf an was man daraus macht. diejenigen, denen die grün-oligarchie gegen den strich geht, die die sich auflehnen werden aussondiert. meistens menschlich ganz und gar nicht einwandfrei. Mehr >
‘genug ist genug’…
01. Aug
…ob das genug ist?
am 1. juli demonstriert österreichische prominenz wie josef hader u elfriede jelinek gegen die abschiebung von arigona zogaj. das mädchen aus oberösterreich ist seit jahren DAS symbol der umstrittenen österreichischen asylpolitik.
der fall zogaj bewegte österreich. seit arigona abtauchte und die bevorstehende abschiebung in den kosovo so medienwirksam verhindern wollte, machen sich herr und frau österreicher wieder gedanken um zuwanderung… und zwar anders als sonst. seit dem bekanntwerden des falles zogaj, sieht man nicht nur mehr die nutznießer aus dem ausland, die sich im schönen österreich vom staat finanzieren lassen wollen und so sorgenfrei leben. Mehr >
da hat der berühmte hochmut wieder zugeschlagen….
24. Jun
… voves zeigt edlinger die rote karte
elke edliger, neo-vorsitzende der grazer spö, nimmt nach nur wenigen tagen im amt auch schon wieder den hut.
schon im vorfeld der wahl gab es heftige diskussionen über zeitpunkt, art und weise und personen. edlinger hat wolfgang riedler umstrittenerweise gestürzt… mit nur sieben stimmen mehr kickte sie parteichef riedler vom thron. in der rolle der erfolgreichen putschistin fühlte edlinger sich auch auf anhieb wohl. sie forderte solidarität ihr und ihrem team gegenüber und die berühmte ‘faire chance’. ein bissi dreist, wenn man mich fragt. hat edlinger sich doch alles andere als solidarisch verhalten und die partei so kurz vor der wahl wissentlich gespalten.
das konnte riedler dann aber doch nicht so einfach auf sich sitzen lassen und setzte noch eines drauf indem er edlinger bei der wahl des neuen kulturstadtrates einen strich durch die rechnung machte. ihr kandidat wurde vom parteivorstand abgelehnt… DAS hätte sie kommen sehen müssen. eine solche routineabstimmung zu verlieren lässt sich a. wunderbar einfach einfädeln, weil personelle entscheidungen immer so oder so begründbar sind, und ist b. blamabel hoch 30…
dann hat sich der local hero voves edlinger und riedler zur brust genommen. siehe da: jetzt tritt edinger zurück. auch ned sooo gscheit, wenn man nur tage vor der wahl neue vorsitzende angeloben muss. das lässt den wahlkampf dann doch eher ins leere gehen…zumindest partiell.
tjaja… das mit den putschversuchen ist so eine sache: sie sollten durchdacht bis ins kleinste detail, mit einer (auch nach dem umbruch!!!) haltbaren mehrheit und vor allem nicht so kurz vor wichtigen wahlen stattfinden.
da hat die spö wieder was gelernt… oder auch nicht
„im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.“
quelle: kleinezeitung.at
die grünen zittern um das burgenland…
31. Mai
…zu recht
und wieder ist es so weit: eine wahl ist geschlagen, sämtliche theoretisch wählbaren parteien fahren verluste ein, die fpö legt stark zu. die grünen zittern sogar um den einzug in den landtag und können nur- wie immer- auf die wahlkarten hoffen.
unverständlich ist, warum es die ökos nicht schaffen ihre inhalte zu transportieren. dieses problem schleppt die partei jetzt schon seit der nationalratswahl 2008 mit sich herum. seitdem wird von umstrukturierung und neubeginn gesprochen, seitdem ist nichts passiert. zwar wurde die spitze ausgetauscht, ansonsten aber nur intern gestritten. dabei wäre es doch gerade im burgenland vergleichsweise einfach. mit christiane brunner, die sich durch ihr engagement in der bürgerInneninitiative gegen die müllverbrennungsanlage heiligenkreuz bis in den nationalrat gekämpft hat und maßgeblich an der entwicklung der energieautarken stadt güssing beteiligt war, hätte man beispielsweise ein tatkräftiges ‘zugpferd’ gehabt. da wurden wirklich erfolge verbucht, aber leider totgeschwiegen. anstatt akzente zu setzen, wurde mit einem farblosen spitzenkandidaten ein verwaschender wahlkampf geführt. über das ergebnis wundern dürfen sich die grünen also nicht.
bleibt zu hoffen, dass die erleichterung über die rettenden wahlkarten nicht wieder eine umfassende diskussion mit ansatzweiser problembehebung (die jetzt wirklich unumgänglich ist, liebe grüne) im keim ersticken lässt.
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”
‘eliteunis braucht das land!!!’…
28. Mai
selektionsministerin karl holt wieder zum rundumschlag gegen eine faire hochschulpolitik aus:
die momentanen ‘knock-out’ prüfungen sind unzumutbar und intransparent. an sich richtig. bei einer veranstaltung zum thema “Zwischen Humboldt und Hochtechnologie – Hochschulen im internationalen Wettbewerb” sprach sich beatrix karl deshalb mal wieder für qualitative zugangsbeschränkungen aus. ein aufnahmeverfahren, welches die ‘allgemeine studierfähigkeit’ (schöööner begriff) und konkretes zum angepeilten studium beinhaltet, soll die massenstudien entlasten. bei einer etwaigen verdrängung, wenn studierende dann also auf andere studienrichtungen ausweichen, könnte man ein solches verfahren dann ja gleich auf alle studien ausweiten- wenn’s sein muss. trixi ist da recht offen. wo kämen wir denn da auch hin, wenn jede/r studieren kann was er/sie will. am ende sprengt das die rahmenbedingungen der klassengesellschaft. schrecklich!!!! da hat man als ministerIn ja fast keine andere möglichkeit als unfaire methoden noch unfairer zu machen.
am besten, wir schließen studien wie philosophie, germanistik, etc. und pulvern die finanziellen mittel dafür in wirtschaftstaugliche studien. studieren dürfen natürlich nur akademikerInnenkinder, die entsprechend wohlhabend sind.
…für die wirtschaft!!!
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden.”
da schwingt sie wieder…
27. Mai
…die populismuskeule
pünktlich zum wahlkampf holen strache- welche überraschung- aber auch niessl zum rundumschlag gegen die sachlichkeit aus. niessl will den arbeitsmarkt für für bürger anderer EU-staaten dicht machen und den ineffizienten assistenzeinsatz des heeres fortführen. das an sich ist schon sinnfrei, sachlich gesehen. aber das tun wir in österreich ja nicht. anstatt politik zu machen (ich spreche gar nicht mehr von ‘guter’ oder ‘konstruktiver’ politik, das hab ich aufgegeben), werden themen, wie sicherheit oder der arbeitsmarkt durch nichts weiter als polemische sager in verbindung mit ein bisschen fremdenfeindlichkeit eingenommen. dadurch kann keine partei in diese themenbereiche eindringen, ohne entsprechend zu kontern. so schließt sich der kreis u irgendwann ist nicht mehr ersichtlich ob das plakat vom faulen griechen, der sich in seiner hängematte über ‘unser geld’ freut für fpö oder spö wirbt…
!!!…FÜR ideologische differenzierungen und klare parteilinien…!!!
!!!…GEGEN populistische verwaschungen der politik…!!!!!
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”
“jetzt wird wieder in die hände gespuckt”…
25. Mai
…wir behandeln arbeitslose wie ein wegwerfprodukt
sozial-und arbeitsminister hundstorfer will beim ams-budget knapp 100 millionen euro einsparen. besonders durch kürzungen im schulungsangebot sollen die kosten reduziert werden.
momentan besuchen rund 70.000 personen ams-schulungen. diese werden nun evaluiert und in zukunft ‘effizienter’ gestaltet. so soll zB vermieden werden, dass kurse wie ‘wie bewerbe ich mich richtig’ mehrmals besucht werden. dass die arbeitslosenzahl dadurch steigt, glaubt hundstorfer nicht. im gegenteil: in den letzten monaten sind die arbeitslosenzahlen in einigen bundesländern zurückgegangen, was der minister als entspannungssignal sieht. ganz wesentlich im kampf gegen die arbeitslosigkeit sei nach wie vor die qualifizierung. rund 40% der arbeitssuchenden haben lediglich einen pflichtschulabschluss, was nachqualifizierungen -wie AMS-KURSE (!!!!!)- beinahe unumgänglich macht.
g’scheit, wenn man die jetzt kürzt… ganz g’scheit… mmhhmmm… definitiv g’scheit…
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”
quelle: derstandard.at
radikale lösungen gegen homosexuelle netzwerke und ein leben im einklang mit den weisungen des herrn…
23. Mai
…die kirche wie immer am puls der zeit
wieder einmal zeichnet sich ein mitglied des klerus durch aussagen der extraklasse aus: diözesanbischof küng sieht die kirche durch ‘interne homosexuelle netzwerke’ bedroht. diese netzwerke bedrohen die existenz von klöstern und priesterseminaren, da sie einen ‘bestimmten typus mensch’ anziehen und anderen wiederum abstoßen, was speziell für die seelsorge nachteilig ist.
zwar sieht der st.pöltener diözensanbischof keinen direkten zusammenhang zwischen pädophilie und homosexualität, lehnt die aufnahme von gleichgeschlechtlich orientierten personen ins priesterseminar aber strikt ab. um sicherzugehen, muss jeder einzelne eingängig überprüft werden. weiters spricht sich küng dezitiert gegen die abkehr des zölibates aus. diese stelle nämlich eine verwässerung der liebe zu gott dar. dafür wiederum ist die sich verbreitende’ erotisierung’, die von der gesellschaft in die kirche schwappt, verantwortlich.
außerdem ist die linie der kirche zu wiederverheirateten geschiedenen, lauf küng, wichtig und richtig. diese dürfen ja keine kommunion empfangen, weil ein zusammenleben mit einer anderen, als die von der kirche angetrauten person, den weisungen des herrn widerstrebt. küng, weltoffen wie kaum eine/r, sieht schon ein, dass wieder beziehungen eingegangen werden, diese sollen aber rein platonisch sein.
gott liebt uns alle… bis auf diese schwulen und lesben und geschiedenen und liebenden und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und …
“im übrigen bin ich der meinung, das dritte lager muss zerschlagen werden”
quelle: kurier.at

